| Bitte beachten Sie, dass sich die Beschreibung "wasserfest" und "witterungsfest" als technische Eigenschaften nur auf die Verleimung bezieht und „nicht“ auf den generell möglichen Einsatzzweck des jeweiligen Holzwerkstoffes.
Zum Beispiel dienen Industriesperrhölzer, wie z.B. Elliottis Pine (C+/C), aufgrund ihres rustikalen Aufbaus und der eher einfachen Qualität der Furniere, eher optisch nur untergeordneten und konstruktiven Zwecken. Sie sind zwar durch Ihre „WBP“ Verleimung für einen zeitlich begrenzten Einsatz im Außenbereich geeignet. Eignen sich aber nicht für die Verwendung als lang zeitiges sichtbares und dekoratives Fassadensperrholz.
Entstehende Furnierrisse und auch sogenannte Furnierablösungen (Kürschner) in den Deckfurnieren stellen hierbei keinen Reklamationsgrund dar, da die Platten temporär ihre technische Eigenschaft weiterhin beibehalten.
Aufgrund extremer Witterungsverhältnisse im direkt bewetterten Außenbereich, wie z.B. durch hohe Temperaturunterschiede im Sommer mit einhergehender Nässeeinwirkung oder auch wechselnde Frost- und Nässeperioden im Winter, kommt es zu diesen furnierspezifischen Spannungen und Verformungen in den einzelnen Furnierlagen. Gerade in den Deckfurnieren und an den Kanten der Platten.
Für direkt bewetterte Holzfassaden aus Sperrholz sowie Sperrhölzer für Haustüren eignen sich nur sogenannte Garantiesperrhölzer, die bedingt durch einen speziellen Produktionsprozess und Verleimung die notwendigen Voraussetzungen mitbringen, um in diesem Bereich „garantiert“ eingesetzt werden zu können.
Ein Grundsatz für die Verwendung und Verarbeitung von Sperrholzwerkstoffen im Außenbereich ist generell der "konstruktive Holzschutz".
Die Verwendung und die Verarbeitung im direkt bewetterten Bereichen oder in Konstruktionen und Räumen, wo mit Staunässe sowie Tauwasserbildung zu rechnen ist, sollten die Arbeiten grundsätzlich nur von holzhandwerklichen Fachunternehmen ausgeführt werden oder mindestens die technische Ausführung im Vorfeld mit Fachleuten besprochen werden |